Ähnlich und doch so verschieden

Aus der Kneipp Quelle sprudelt natürliches Mineralwasser. Und das unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von den folgenden Wasserarten:

Heilwasser

Heilwasser stammt wie Mineralwasser aus unterirdischen Wasservorkommen. Doch aufgrund ihrer spezifischen Zusammensetzung haben Heilwässer ganz unterschiedliche, heilende oder lindernde Wirkungen (z.B. bei Blasenentzündung oder Sodbrennen). Sie müssen vom Bundesgesundheitsamt zugelassen werden und gelten als Arzneimittel.
Nicht alle Heilwässer sind zum dauerhaften Verzehr geeignet.

Quellwasser

Auch Quellwasser kommt aus unterirdischen Wasservorkommen. Doch im Gegensatz zu natürlichem Mineralwasser darf eine Flasche Quellwasser auch Wasser aus unterschiedlichen Quellen enthalten. Ihr Inhalt muss auch nicht ursprünglich rein sein, sondern es gelten die Grenzwerte für chemische Stoffe (wie in der Trinkwasserverordnung festgelegt). Und anders als Mineralwasser braucht Quellwasser auch keine amtliche Anerkennung.

Tafelwasser

Tafelwasser ist kein natürliches Produkt, sondern wird industriell hergestellt. Dafür wird oft ganz gewöhnliches Leitungs- oder Quellwasser mit Meerwasser oder Sole, mit Mineralstoffen und Kohlensäure versetzt und so das gewünschte Produkt erzeugt. Im Gegensatz zu Mineralwasser darf Tafelwasser auch vom Zapfhahn ausgeschenkt werden. Es darf keinen Hinweis auf seine geografische Herkunft enthalten, da es überall hergestellt werden kann.

Trinkwasser/Leitungswasser

Auch Leitungswasser ist ein industriell hergestelltes Produkt. Es ist eine in jeder Region unterschiedliche Mischung verschiedener Grund- und Oberflächenwasser, zum Beispiel aus Flüssen oder Seen. Deren Wasser wird mittels verschiedener Prozesse aufbereitet und gefiltert, bevor es als Trinkwasser über die Wassernetze in die Haushalte verteilt wird. Für diese Aufbereitung sind rund 50 chemische Zusatzstoffe zugelassen. Sie werden zur Desinfektion des Wassers eingesetzt, sollen unerwünschte Inhaltsstoffe entfernen und gegebenenfalls seinen Härtegrad verändern. Doch auch die chemische Behandlung kann nicht alle unerwünschten Substanzen (z.B. Nitrate) beseitigen. Trinkwasser wird erst in das Leitungsnetz eingespeist, wenn der Keimgehalt nach der chemischen Aufbereitung im Wasserwerk bestimmte Grenzwerte nicht überschreitet. Eine Einhaltung dieser Grenzwerte am Wasserhahn in den Haushalten kann aufgrund der komplexen und individuellen Leitungssysteme nicht gegeben werden.